Kleiner Ratgeber zum Thema Leuchtmittel und Dimmer

Leuchtmittel und ihre Dimmbarkeit

Wenn Sie Ihre neue festinstallierte Leuchte gerne dimmen möchten, dann fragen Sie sich vermutlich welchen Dimmer Sie dazu benötigen, bzw. ob Ihr alter Dimmer es auch tut. Im nächsten Abschnitt wollen wir deswegen kurz auf Dimmer-Typen und Dimmbarkeit von Leuchtmitteln eingehen.

Die gute Nachricht zuerst: Wenn Sie ohnehin einen neuen Dimmer einbauen lassen, dann können Sie sich für einen modernen Universal-Dimmer entscheiden, der dimmbare LED, Niedervoltbeleuchtung und übliche "Glühbirnen" dimmen kann. Damit bleiben Sie für etwaige Wechsel beim Leuchtmittel erst einmal flexibel.

Übersicht der Dimmertypen in Kombination mit den Leuchtmittel LED, Halogen und Glühlampe

LEUCHTMITTEL

 Konventioneller Dimmer für ohmsche Lasten "R" Phasenanschnittsdimmer für induktive Lasten "L" Phasenabschnittsdimmer für kapazitative Lasten "C"
Glühlampe / Halogen in 230 Volt (Hochvolt)
12 Volt (Niedervolt)
Halogen mit Spulentrafo 
12 Volt (Niedervolt)
Halogen mit elektronischem Trafo
LED Lampe siehe Verpackung siehe Verpackung
Verbaute LED Technik
230 Volt (Hochvolt)
✕ ✕  
Verbaute LED Technik
12 Volt (Niedervolt) *

* Viele Hersteller bieten den Einbau eines dimmbaren LED Trafos wie den DALI Trafo gegen Aufpreis an.

Dimmertypen

Möchten Sie einen vorhandenen Dimmer verwenden, dann klärt sich oft aus der Historie, ob dieser noch passt.

Der Siegeszug der Dimmer begann in den 70er und 80er Jahren. Da kam der gute alte summende Drehdimmer auf. Damals gab es im Wohnraum typischerweise nur Glühlampen und der Dimmer brauchte eben auch nicht mehr als diese regeln zu können. Wir erinnern uns an den Physikunterricht: Im Glühfaden müssen die Elektronen einen Widerstand überwinden. Durch die Reibung entsteht Hitze. Der Faden glüht. Die Einheit für elektrischen Widerstand ist Ohm. Der alte Standard-Dimmer ist für solche ohmsche Lasten, erkennbar an dem Symbol "R".

In den 90ern waren kleine Halogen-Spots an Drähten und Stangen sowie zum Deckeneinbau sehr populär. Die Leuchtmittel liefen aber nicht auf 230 Volt, sondern brauchten einen Trafo für 12 Volt, meist als Niedervolt bezeichnet. Diese ersten Trafos brummten und wurden sehr warm. In diesen Trafos wird der Strom kontaktlos über ein Magnetfeld auf eine Spule übertragen. Dabei wird die Spannung (Volt) verändert, eben transformiert. Die Übertragung mittels Magnetfeld und Spule nennt man Induktion. Für solche induktive Lasten wird ein Phasenanschnittdimmer verwendet, erkennbar an dem Symbol "L".

Die Trafos waren schwer, groß und nicht besonders effizient. Mehr und mehr elektronische Geräte kamen auf den Markt. Hier wird dann elektronisch die Stromfrequenz hochgesetzt, um danach mit deutlich weniger Materialeinsatz und Verlust transformieren zu können. Damit Bauteile wie Kondensatoren im Trafo auch gedimmt noch arbeiten können, muss die Energie über einen Phasenabschnittsdimmer reduziert werden. Die Größeneinheit Kapazität des Kondensators ist Namensgeber für diese Dimmtechnik: Für elektronische Trafos brauchen Sie einen Dimmer für kapazitative Last, erkennbar an dem Symbol "C".

Zurück in der Gegenwart. Auch in den Sockeln von LED Leuchtmitteln findet sich eine Menge Elektronik. Jedoch gibt es noch keine einheitlichen Standards und manche LEDs lassen sich gar nicht dimmen. Achten Sie also auf einen entsprechenden Hinweis auf der Packung. Dort muss stehen ob die LED "dimmbar" ist und mit welcher Technologie (siehe Tabelle oben).

Zurück

Parse Time: 0.504s